Freitag, 26. Dezember 2014

!! KRITISCHE MASSE - Alarm im Donaustrom !!

Etliche Donauwelse konnte ich heuer schon landen, man darf nicht undankbar sein, heuer ist und bleibt die beste Wallersaison ever, ..... ever, ever!
Angefangen hat alles im Frühjahr als ich einem wahren Beissexzess beiwohnen durfte und die Rute sich den ganzen Tag im Halbkreis befand (DIE MENGE MACHTS). Dann die vielen, vielen Wallerbeifänge beim Zanderfischen. Gekrönt von einem Kampf, den ich im Donaustrom bis dato noch nie hatte - ich dachte einen ÖBB Zug zu drillen nur um danach festzustellen dass 4/0 Haken nicht die geeignete Waffe sind um sich mit den wahren Ungeheuern der Donau anzulegen.
Don´t hunt what you can´t kill - soviel dazu!

Des weiteren war ich zu diesem Zeitpunkt bootslos und rettete mich mit einem 3,60m langem Jugoplast Seelenverkäufer aus 1984 über meine endlose Wartezeit auf das ultimative Donauboot. Eines muss man neidlos zugestehen, damals in Ex-Jugoslawien konnte man schon Boote bauen die die Zeit überdauern. Ich bin mir sicher mein kleine slawische Jolle überlebt JEDEN atomaren Weltkrieg ohne Kratzer - Qualitätsarbeit eben! So etwas gibt es heute garnicht mehr.
Genug davon!


Ich will endlich wieder vom Boot fischen! Dieses Ufergerenne ist nicht meine Welt. Die anderen Angler, Spaziergänger (meine besonderen Freunde), Radfahrer, alles Dinge die ich schon garnicht mehr kannte als Teil der Donau. Also was bleibt mir über, rein in die Kvarnerschüssel und ab in die grosse, wilde Donau. Zum ersten mal geslippt, es schwimmt, aber das war auch schon alles, ein Tritt nach hinten und das Wasser war auch schon im Waterstop. Gut, das Boot hat heiße 100 kg und der Motor (Suzuki DF 30) genauso viel. Dann noch Tank und Batterie und der Kampf ist verloren. Sagen wir so, wenn man im Hafen schon in Lebensgefahr ist, sollte man nicht unbedingt seinen Kick im Donaustrom suchen, ABER nachdem ich bereits eines meiner neun Leben bei einem Tornado auf einer einsamen Insel in Italien verbraten habe, bleibt noch ein bischen "Fett auf der Kette" um es genau heraus zu finden.

Leichtes Tackle, Rute und Rolle und auf zum lustigen Vertikalen auf meinen Freund dem WELS. Driftstrecke ist bekannt, man ist ja schließlich nicht das erste mal draussen unterwegs.
Kein Wind, wenig Strömung, gute Vorzeichen! Ich suche die Tiefen um 10 Meter ab, dort war ich zu diesen Jahreszeiten immer sehr erfolgreich. Harter Sand, so muss das sein, keine Hänger. Das Boot hält. An dieser Stelle hatte ich vor zwei Jahren eine Begegnung der besonderen Art, ein Take und meine handgemachte 20 lbs St. Croix Meeresrute wurde unter den heftigen Schwanzschlägen eines Riesenfisches zum Kreis zusammengebogen nur um danach mit meterweise eingeschleimten Vorfach wieder in den Ursprungszustand zurück zu kehren. Eine schwere Niederlage die mir viele schlaflose Stunden beschert hatte.


250 Meter weiter stromabwärts, eine Stelle wie tausende andere am Strom dann der Wendepunkt.
Ein leichter aber bestimmter Ruck in der Schnur, da schon wieder! Anschlag, Bremse auf STRIKE setzen, Haken sicher setzen und der Kampf kann beginnen. Immer wieder zieht der Kapitale meine Rutenspitze unter Wasser. Minutenlang steht mein kleines Boot in der Fahrtrinne, da kommt auch schon der erste Schubverband stromabwärts und ein Passagierdampfer stromaufwärts, ich und das Jugoplast mittendrin statt nur dabei. E-Motor? Ich bitte euch, wer braucht einen E-Motor :D

Fakt ist, das Boot hält! Motor angeworfen, in seichteres Wasser gefahren um den Fisch in die Höhe zu pumpen, der Fisch folgt, grandios! Als er das erste mal ausbläst weiß ich mit wem ich es zu tun habe - beängstigend von einem Seelenverkäufer aus betrachtet, aber ich gewinne Meter für Meter. Als der Fisch das erste mal die Wasseroberfläche durchbrochen hat war für mich klar, there´s no easy way out. Nach weiteren 10 Minuten heftigen Drillens hatte ich den Fisch auf meine Wallerplane (größer als meine Ostblockjacht).

Das glaubt mir keiner, wetten? So einen Fisch im Boot, jede Wette das DAS Fischerlatein ist!
Also schnell einen Fotografen organisiert, und als ich am vereinbarten Ort war, konnten wir ein paar Pics machen um den Fang zu belegen. Ein toller Fisch und ganz sicherlich das Highlight meiner Donausaison 2014.


Gezielt befischt, gefangen und natürlich wieder schonend releast.
So und nicht anders! By the way...dem Boot geht es immer noch gut (LEIDER hahahaha)!

Euer

Lukas "LUKE" Stoesser

vom JACKSON ProTeam
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Sonntag, 30. November 2014

Der Herbstwaller

Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, eisiger Wind, Wasserstand etwas über normal, ...aber was bleibt einem anderes übrig wenn neue, wallertaugliche Köder im Haus sind die getestet werden wollen?
Richtig, ein unverbindliches Einwerfen! Und? Es funktioniert! Kurz, knackig, GEIL!


Donnerstag, 23. Oktober 2014

Altweibersommer

Wieder einmal steht die kalte Jahreszeit unaufhaltsam vor der Türe und die letzten warmen Herbsttage stehen ins Haus. Das neue Boot ist auch schon unter meinem Carport, leider noch nicht ganz fertig aufgebaut (dh. Bugmotor und div. Kleinigkeiten fehlen noch) - wird aber über den Winter erledigt. Dazu werde ich noch einen eigenen Post schreiben.
Somit bin ich bei meinen Ausfahrten momentan noch ziemlich windabhängig. Wenn der Ostwind die Donau runter pfeift brauch ich an einen Trip gar nicht erst zu denken da ich bei einer gefühlte Winddrift von 200 km/h meinen Köder nicht annähernd in den attraktiven Bereichen anbieten kann.
Heute aber sah die Sache anders aus, kein Wind. Vielleicht eine ganz leichte Briese aus dem Osten dh. dass das Boot fast still in der Strömung steht und ich jeden Spot sauber absuchen kann, top!


Gesagt, getan. Köder meines Vertrauens waren mit an Board , diverse Gummiköder, unter anderem die bei mir immer gut gehenden JACKSON "The Worm".


Allgemein kann man sagen dass es zur Zeit sehrsehr mühsam ist in unserem Donauabschnitt einen Fisch an den Haken zu bekommen. Viele Boote waren in den vergangenen Tagen unterwegs und haben die Wasserfläche umgegraben aber da ich viele Spots befische die andere unangetastet lassen war ich doch guter Dinge die ein oder andere Flosse ins Boot zu holen.



Der erste Fisch ein Barsch...dann stellten sich die Zander ein. Mit der Qualität der GoPro Pix muss ich leben da ich sie aus Filmmaterial raus geschnitten habe, ich denke man kann schon was erkennen ;)



Auch morgen wieder am Wasser, C&R,

euer LUKE vom JACKSON ProTeam

Freitag, 17. Oktober 2014

Die Menge machts!

Die wichtigste Frage zuerst. Wo sind sie das ganze Jahr? Wo sind sie wenn man bisslos das Revier verlässt? Wo sind sie wenn die Motivation am Nullpunkt ist? Gleich vorweg, eine Antwort darauf habe ich nicht gefunden, aber ich bin jetzt zumindest etwas klüger als zuvor!
So einen Trip habe ich bis dato noch nie erlebt. Was mir die dicke, alte Donau an jenem Tag bescherte, konnte ich erst am nächsten Tag einigermaßen begreifen als meine Hände von den vielen Wallerlandungen schmerzten und wund waren. Warum ich das erst jetzt schreibe? Weil ich gerade auf meinem Boot die Donau runter drifte und von diesem Fangtag träume da die momentane Fischaktivität nicht existent ist. Ausserdem habe ich gerade Block und Bleistift bei der Hand, alles immer an Board. Vielleicht hätte ich es sonst noch weiter vor mir hergeschoben.


Jeder hat sie in seiner Köderbox, die Gummireste die nach dem Angeln einfach lieblos ab die Wand gehängt wurden, mit dem Vorsatz sie gleich beim nächsten Trip als erstes zu montieren. Tja, wie soll ich sagen, von diesen Gummileichen habe ich eine ganze Weithalstonne im Keller, leider alles teure Ware gewesen! Viel zu schade um im Tacklekeller zu verrotten, so beschloss ich eine kleine Tour zu starten mit dem Vorsatz mich dieser Altlasten zu entledigen. Abrissträchtige Abschnitte sollten es werden, keine Rücksicht auf Verluste, alles oder nichts.

Als ich dann den Donaustrom vor mir liegen sah merkte ich dass ein essentieller Ausrüstungsgegenstand zu Hause geblieben war, nämlich meine Ersatzrolle FluoCarbon - äusserst uncool! Aber früher gings auch ohne also ein Versuch ist es allemal wert.

Stelle angefahren, erster Wurf, Einschlag in der Rute, sicherlich ein guter Zander aber weit gefehlt! Ein Wels um die Metermarke sieht mich entsetzt an mit der Bitte um Freilassung - OK - genehmigt.


Nächster Wurf, gleiches Spiel - Schnur entschleimen und weiter gehts. Keine Riesen aber immerhin ein kurzweiliges Vergnügen. Etliche Abrisse, aber das war ja Sinn dieses Trials. Viele Gummis fanden den Weg ins Nirvana, aber nie waren sie so gut investiert wie an diesem Tag. Eine Beissorgie der dritten Art! Fisch auf Fisch! Und das ganze mit einem sehrsehr überschaubaren Vorrat an FC Leader dass nach fast jedem Drill gewechselt werden musste weil die Bartelträger versucht waren sich der Köder an den spitzen Steinpackungen zu entledigen.




Mit so einem Exzess kann man nicht rechen, auch mir ist so ein Ausritt nicht oft vergönnt, besonders wenn man ursprünglich nur ein paar alte Gummis abreissen will. You never know!

Tacklemäßig hatte ich mehrere Kombos am Start, ich tastete mich durch sämtliche Köderbereiche und ALLE  wurden an diesem Tag gierig attackiert - ein Traum. Besser geht es nicht - nur ANDERS :D !

Freitag, 1. August 2014

NEYTIRI und die moderne Kriegsführung

Liebe Freunde, wie ihr vielleicht wisst, habe ich mir seit dem es in Wien endlich wieder die Möglichkeit gibt sich gescheite Ruten aufbauen zu lassen, die ein oder andere Waffe gegönnt. Material hat man ja schließlich genug im Tacklekeller über die Jahre angesammelt, seien es Blanks, Ringe, Rollenhalter usw.
Schon seit Jahren spukt mir der Gedanke im Kopf DIE ultimative Wallerspinrute zu finalisieren.


Die Eckdaten klar im Fokus, blitzschnelle, brettharte Aktion, nicht über zwei Meter Länge, japanische Fuji NSG Beringung, Alps Triggergriff, over/under gewickelt...keine Kompromisse! Fündig wurde ich bei der Blanksuche bei einem langjährigen Herzensfreund von mir, ohne dem ich meine Fischerei sicherlich nicht so exzessiv ausleben könnte wäre er nicht, einen Dank an dieser Stelle. Er, seines Zeichens leidenschaftlicher Tacklesammler, brachte mir geschätzte 20 Blanks im Bündel zur Ansicht mit dem Rat, mich einfach mal inspirieren zu lassen. Das tat ich dann auch :D !



Lauter edle Blanks, einer schöner und sinnlicher wie der andere, jedoch DER Ultimative war auf den ersten Blick nicht dabei. Doch dann war da noch ein unscheinbares Rutenrohr dabei mit der Aufschrift HARRISON. Wie cool ist das denn bitteschön? Zweiteilig und in einem AVATAR Blauton gehalten. Zugegebenermaßen, ich bin kein Fan von Zweiteiligen, aber was dann kam überzeugte mich auf ganzer Länge. Bretthart, ultraschnell, eine noch nie gesehene Wanddicke kombiniert mit einer Biegekurve unter Volllast wie die Karlskuppe in Wien - großes Kino. DIE wird es!


Noch kurzes Checken der Zubehörteile und ab zum Rutenbauer meines Vertrauens TACKLE SPECIALS, mit der Bitte um einen vernünftigen Stock als Endergebnis. Gesagt, getan, für fantastisch befunden! Die Avatarkriegerin ist einsatzbereit - NEYTIRI wurde sie getauft und hat mir den ultimativen Donauwaller ins Boot gewuchtet, ein Bericht dazu werde ich bei Zeiten nachschießen - eines sei gesagt -


ES KOMMT ETWAS GROOOOOOOOOOOOOOSSES AUF EUCH ZU - nicht nur fischtechnisch ;) !!

Ciao, euer LUKAS "LUKE" STÖSSER


Freitag, 18. Juli 2014

AVET REELS

Als bekennender Tacklefetischist habe ich selbstverständlich eine Unzahl an Multirollen in den Händen gehalten und gefischt. Jede Marke hat so ihre Stärken aber leider auch ihre Macken. Als ich aber vor Jahren bei der Planung eines Nilbarschtrips über eine damals noch recht unbekannte Rolle aus den Staaten stieß, ging für mich die Sonne auf. Klein, cooles Design, Powerhandle, unzerstörbar, ausreichend Bremsraft um damit im Notfall ein Auto abzuschleppen...klingt nach einem klaren Kauf!

Die Rede ist hier von AVET Rollen, in Amerika das Maß der Dinge wenn es darum geht kapitale Meeresräuber an die Wasseroberfläche zu pumpen, ohne Rücksicht auf Verluste. Haken setzen, Bremse zuschrauben, Bizeps auf Spannung und einmal nach hinten fallen lassen bitteschön ;) - der feuchte Traum vieler Amis und Japaner.

Welche Größen machen für mich Sinn? Freilich keine BigGame Geräte, aber Avets Portfolio lässt auch in der entgegengesetzten Richtung, nämlich "SMALL IS BEAUTIFUL" keine Wünsche offen. Hier bestechen die Modelle SX, MXL und neu im Sortiment, die ganz kleine SXJ. Wie kann ich diese Rollen in mein Setup integrieren, wo machen sie "bella figura", wo bin ich damit vielleicht einen Schritt voraus, all das waren meine Gedanken.

Nach ein paar Überlegungen fiel die  Wahl auf ein paar SX 5.3 und als Zuckerl die SXJ 5.3 für die feine Klinge. Man kann sagen, die Avet SX kann alles was eine AbuGarcia Ambassadeur kann, nur halt eben BESSER :). Avet verspricht die gleiche Schnurmenge wie Abu, nämlich 200m/20lbs - im echten Leben fasst die Avet aber um einiges mehr. Ich habe dieses Modell an meine Waller-Bootsruten geschraubt und möchte sie keinen Tag mehr missen, auch zum Abspannen auf mittlere Distanzen kann die SX punkten, wenn es aber um echte Distanzen geht, fiele meine Wahl eindeutig auf die etwas größere Schwester, die MXL mit 330m/20lbs - hier gibt es nichts Besseres!

 Nun zur kleinsten Rolle im Hause Avet, die SXJ. Out of the Box denkt man anfänglich an einen Anhänger für eine Halskette, aber weit gefehlt. Dieses kleine Kraftpaket ist ein echtes Biest! Überall an den kritischen Stellen genug Fett, wie es sich für eine Salzwasserrolle gehört. Eine Bremskraft von 14 lbs traut man ihr auf den ersten Blick niemals zu, erstklassig. Ich habe mir gedacht dass dieses Teil die ultimative Rolle zum Klopfen und Vertikalen auf Waller sein muss, und ich habe mich nicht getäuscht, besser geht es nicht, nur anders vielleicht.

Weit aus dem Fenster gelehnt wage ich zu behaupten dass Avet Rollen mit Abstand das beste Preis-/Leistungsverhältnis in dieser Liga bieten und wenn ihr schon lange überlegt habt, welche Rolle den nun auf euren Ruten thronen soll, dann werft einmal einen Blick auf die Marke AVET!

Zu beziehen bei der Firma Tackle Specials in Wien TACKLE SPECIALS - beruft euch ruhig auf mich, was dann allerdings passiert, dafür gebe ich keine Gewähr ;)

Ciao,

euer LUKE

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Mittwoch, 2. Juli 2014

CTS - DIE Zanderrute

Liebe Freunde!

Ich konnte wieder einmal nicht widerstehen. Ein lieber Freund von mir hat mir einen ultrafeinen CTS Blank geschenkt, was tun? Nachdem meine MajorCraft DAYS letzte Saison beim Gefechtler am Boot gebrochen ist, nichts einfacher als das. Ringe von der gecrackten DAYS runter, immerhin FUJI Sics und alle verwertbaren Teile ins Feibra-Sackerl und auf zum lieben Rutenbauer ums Eck.


Da gibts jemanden im 16. Bezirk, so sagt man, lustiger Spruch und welt Schmäh, also rein ins Auto und die Teile abgeliefert mit der Bitte mir doch einen neuen Zauberstab für die Donau zu wutzeln, danke und wieder raus. Optisch bitte an die DAYS angelehnt.


Nach zwei Wochen dann der Anruf: "Luke, OIDA, dei Steckn is fertig, schaut möööörderisch aus."


Nach 36 nicht enden wollenden Minuten später war ich vorort und habe die Rute in Empfang genommen, und er hat nicht übertrieben. GEIL, SEHR GEIL, SUPERGEIL!!


Wer sich mit feinen handgemachten Ruten zum Topkurs etwas Gutes tun will, schaut beim Rudi vorbei. 
Zu finden im Netz unter: www.tackle-specials.com



Cheers LUKE
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