Wieviele Stunden, besser gesagt Tage, Wochen, habe ich versucht die
50er Marke im Donaustrom zu knacken, ohne Erfolg. Immer hart am
Fisch, aber auch immer knapp vorbei am Ziel, nämlich dem ultimativen
Großbarsch! Heute war es so weit, aber so richtig!
Stundenlang habe ich meine Gummiköder an diesem Tag durchs Wasser
gepeitscht, kein Kontakt. Kilometerweise FC Schnur geknotet, einen
Mittelklassewagen wertmäßig im Wasser versenkt, alles vergeudete
Liebesmühe. Kann es sein dass die Spots schon im zartesten Frühling
verbrannt sind? Fischer sind ja schon haufenweise unterwegs und man
hört von etlichen (leider) entnommen Zandern. Gut möglich dass die
Spots noch nicht "neu" belegt sind und die großen Raubfische weit
unten in ruhigeren, strömungsärmeren Bereichen stehen? Man weiß es
nicht, soviel steht fest. Mit herkömmlichen Mitteln nichts zu
machen.
Zur Info, mein Revier gliedert sich in zwei Teile, OBERHALB und
UNTERHALB eines Kraftwerkes. Meine Suche nach Fisch beschränkte sich
dieses Jahr auf den unteren Teil, mein Fehler! Der obere Teil ist
seit November tot und ich trau mich sagen, nahezu unbefischt weil
äußerst unsexy zu dieser Jahreszeit. Aber was spricht dagegen?
Ein paar Würfe gehen auch hier immer, nur seit dem Hochwasser 2013
liegt ein riesiger Baum direkt am Sattel und inhaliert jeglichen
Kunstköder erbarmungslos weg. NO PAIN - NO GAIN. Bait montiert und
ab damit in die Tiefe. Ahaaaa der schmale Schotterstreifen ist noch
da, die großen Donausteine auch, wunderbar! ....und JAWOHL der Baum
knotzt auch noch da wo er immer war, Hänger vom Feinsten, Abriss,
das macht Laune!
Spaß muss sein, neuen Köder gewählt, etwas leichtere Grammatur und in
die Tiefe damit. Wieder vorbei am Schotterstreifen, Donausteine und
schnell über das Ködergrab heben, .....JA passt, steinharter Sand
hier geht sicher etwas. Kaum den Gedanken fertig gesponnen schlug es
schon mächtig in der Rute ein. Sicherlich ein guter Zander, fette
Fluchten in die Tiefe und agressive Kopfstöße, so startet man eine
Saison, NUR SO!! Leichtes Zittern in den Knien als dieses MONSTER
zum ersten mal auftauchte, den Köder wunderschön im Maul. Jetzt nur
keinen Fehler machen, das ist der Lebensbarsch aus dem Strom. Nur im
Milimeterbereich am 50er vorbei, so kann es weitergehen. In
Anbetracht der Zeit, die ich schon aufgewendet habe um auch nur ansatzweise einen ähnlichen Fisch aus dem Donaustrom zu bekommen,
war das eine leichte Übung.
Zur richtigen Zeit am richtigen Platz.
Wie so oft im Leben :D
....mit einem gaaaanz großen Grinsen im Gesicht,
LUKE
Rute: GLOOMIS CBR 843 Cranking Series
Rolle: SHIMANO Conquest 51 supertuned
Line: YO ZURI Hybrid 8lbs
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2014 - was gab´s?
vor 10 Jahren